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Pressemeldung vom 28.07.2010 |
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Sparkasse mit Geschäftsjahr 2009 zufrieden
Von einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr hat der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Miltenberg-Obernburg, Thomas Feußner, am Montag dem Kreistag berichtet. Im großen Sitzungssaal des Landratsamts ging er zunächst auf die allgemeine Wirtschaftslage ein und lobte in diesem Zusammenhang die Politik für die Verlängerung der Kurzarbeit.
„Die Krise ist nicht überstanden“, warnte Feußner im Gegenzug und bedauerte die Tatsache, dass auch die Landesbank Bayern in den Finanzstrudel geraten sei. Die Bayern-LB sei mittlerweile quasi eine Staatsbank, der Anteil der Sparkassen habe sich auf vier Prozent verwässert. Vermutlich bis ins Jahr 2012 seien keine Ausschüttungen zu erwarten. Im Jahresabschluss der Sparkasse für 2009 sei keine weitere Wertkorrektur notwendig, beruhigte der Sparkassenchef. Die Bankenwelt werde weiter im Umbruch bleiben, es sei mit spürbarem Ergebnis- und Kostendruck zu rechnen.
Auch wenn andernorts von einer Kreditklemme gesprochen werde, gelte dies für die heimische Sparkasse nicht, sagte Feußner. Durch gutes Wirtschaften habe man fast 500 Millionen Euro Spielraum für Kredite, rechnete er vor. Im vergangenen Jahr sei die Summe der Kreditvergaben an Unternehmer und Selbstständige um 5,7 Prozent gestiegen, die Summe neuer Firmenkredite um 3,7 Prozent. Insgesamt habe sich der Kreditbestand aber aufgrund hoher Tilgungen rückläufig entwickelt.
Die Bilanzsumme habe man um 3,2 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro steigern können, berichtete der Vorstandsvorsitzende und schob weitere Erfolgszahlen nach: Anstieg des verwalteten Kundenvermögens um 5,8 Prozent auf 1,992 Milliarden Euro, Steigerung der bilanziellen Einlagen um 5,7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und ein Anstieg des Bilanzgewinns um 9,4 Prozent auf 2,2 Millionen Euro (alle Zahlen im Vergleich zum Vorjahr). Das Eigenkapital habe man kräftig gestärkt. Zurzeit stünden hier 103 Millionen Euro zubuche.
Besonders erfreulich sei der Zuwachs von über 50 Prozent bei Wohnbaukrediten gewesen, freute sich Feußner. Bezogen auf den Landkreis, habe jeder Einwohner rechnerisch 11.523 Euro bei der Sparkasse angelegt – dieser Wert sei im Vergleich zu Bayern und Unterfranken überdurchschnittlich.
Nicht zufrieden zeigte sich Feußner mit rückläufigen Umsätzen beim Wertpapiergeschäft, allerdings mache man mit der Altersvorsorge gute Geschäfte. So sei die Zahl der „Riester“-Verträge deutlich gestiegen.
Auf der Kostenseite berichtete Feußner von einem Rückgang um 3,4 Prozent. Vor allem die Sachkosten seien aufgrund rückläufiger Kosten für Informationstechnologie kräftig um 6,9 Prozent gesunken. Die Zahl der Mitarbeiter bezifferte er auf 553 – ein Rückgang um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Beschäftigten seien 64 Prozent Frauen.
Im vergangenen Jahr habe die Sparkasse 1,7 Millionen Euro investiert, für 2010 kündigte er weitere fünf Millionen Euro an. So sei die Sparkasse in Leidersbach neu gebaut worden, die Filiale in Kleinheubach stehe kurz vor der Fertigstellung. Bei Bauarbeiten sei man bestrebt, möglichst regionale Firmen aus dem Kundenkreis der Sparkasse zu berücksichtigen.
Feußner räumte ein, dass es in den ersten Wochen nach Bekanntwerden der Pläne zur Optimierung des Geschäftsstellennetzes Widerstände bei Kunden gegeben habe. Dennoch habe man fast alle Kunden behalten, bilanzierte der Sparkassenchef. Wert legte er auch auf die Tatsache, dass man die Beratungszeiten ausgeweitet habe.
Mit insgesamt 320.000 Euro habe das Kreditinstitut im vergangenen Jahr zudem Kunst, Kultur, Sport und Soziales gefördert, erklärte Feußner am Ende seines Vortrags – auch dies eine Steigerung um 3,2 Prozent. Zudem unterstütze die Sparkasse auch die Martinsläden im Landkreis.
Landrat Roland Schwing, der auch dem Verwaltungsrat der Sparkasse vorsitzt, bescheinigte dem Sparkassenvorstand, dass die Restrukturierung hervorragende Fortschritte gebracht habe, die langfristig nachwirken würden. Wie Feußner antwortete Schwing auf eine Frage aus dem Gremium nach einer möglichen Fusion mit der Sparkasse Aschaffenburg, dass beide Institute derzeit stark genug seien und eine Fusion derzeit nicht nötig sei. In Redebeiträgen würdigten Redner aller Fraktionen im Anschluss die gute Arbeit der Sparkasse.
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