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Pressemeldung vom 05.03.2010
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Bauausschuss informiert sich vor Ort

Ein anstrengendes Tagesprogramm haben sich Landrat Roland Schwing und die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag gesetzt. Eine mehrstündige Besichtigungsfahrt führte das Gremium von Weilbach über Erlenbach, Elsenfeld und Obernburg zurück nach Miltenberg. Vor Ort informierten sich die Kreisräte in den Schulen, wofür das Geld des Landkreises ausgegeben wird.

Bauausschuss in dem hellen, freundlichen Flur des HSG Erlenbach Eines stellte sich an diesem Tag heraus: In allen Schulen wurde und wird das Geld gut angelegt. Die Schulhäuser werden allesamt heller, freundlicher und luftiger. Dieser Trend lässt sich vor allem am Hermann-Staudinger-Gymnasium eindrucksvoll verdeutlichen. Wo früher lange, dunkle Gänge die Schülermassen aufnahmen, haben die Planer nun helle und bunte Flächen geschaffen. In nur dreieinhalb Monaten haben die Verantwortlichen die Heizung der Aula, den Verbindungsflur von der Aula zum Osteingang sowie die vier angrenzenden Klassenzimmer im Erdgeschoss saniert. „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“, urteilte Landrat Roland Schwing. Zuvor hatte Peter Farrenkopf (Ingenieurbüro Johann & Eck) erklärt, dass die Bauarbeiten größtenteils von regionalen Firmen erledigt worden waren. 550000 Euro haben die Arbeiten gekostet – durch Änderungen und günstige Ausschreibungsergebnisse lag die Summe um rund 80000 Euro unter der Kostenschätzung.

Auch im Schulzentrum Elsenfeld wird sich der Charakter der Schule zum Positiven verändern, wenn alle Arbeiten beendet sind. Auf der größten Baustelle des Landkreises wird zurzeit am vierten Bauabschnitt gearbeitet – laut Kreisbaumeisterin Margrit Schulz „das schwerste Stück“. Wie Bauleiter Klaus Baier erklärte, sind zurzeit bis zu 50 Arbeiter auf der Baustelle; bislang werden Zeit- und Kostenplan eingehalten. Rechtzeitig vor Beginn der Schlechtwetterperiode waren Dach und Fassade so abgedichtet worden, dass im Inneren über den Winter hinweg gearbeitet werden konnte. Im Erdgeschoss werden unter anderem Fachräume für Biologie, Physik und Chemie entstehen, ins Untergeschoss kommen eine riesige Lüftungszentrale und Technikräume. Im Obergeschoss werden 14 Klassenzimmer entstehen. 8,86 Millionen Euro wird der vierte Bauabschnitt kosten. Atempausen gibt es auf dieser Baustelle nicht: Am ersten Tag der Sommerferien wird der fünfte Bauabschnitt beginnen – er wird vermutlich 6,33 Millionen Euro kosten. In diesem Abschnitt wird unter anderem die zentrale Aula neu gestaltet – auch sie wird deutlich heller werden als bisher und eine offene Bühne beherbergen. Auch die Räume für die beiden Schulverwaltungen werden komplett erneuert.  Insgesamt, so hofft die Kreisbaumeisterin, wird man am Ende für alle Bauabschnitte zusammengerechnet unter der 40-Millionen-Euro-Grenze liegen.

In der Obernburger Main-Limes-Realschule soll im ehemaligen Tankbunker für 600000 Euro eine 320 Kilowatt starke Holzhackschnitzel-Anlage entstehen und schon im Herbst 2010 ihren Betrieb aufnehmen. Diese über das Konjunkturpaket II geförderte Anlage soll Realschule, Sporthalle sowie Berufs- und Fachoberschule versorgen. Weiter zum Paket gehören in den Jahren 2010 und 2011 die Sanierung von Dachflächen und Teilen der Fassade der Realschule. Die Kosten für das Konjunkturpaket II sind mit 1,5 Millionen Euro angesetzt, gefördert werden 1,12 Millionen Euro. In den Sommerferien werden die Pavillons vom Schulzentrum Elsenfeld nach Obernburg versetzt – dies ist angesichts der Arbeiten im Rahmen des Konjunkturpakets notwendig. Am Horizont zeichnet sich auch eine Generalsanierung der Schule ab – grob geschätzt wird diese 7 Millionen Euro kosten abzüglich einer erwarteten Förderung von rund 2,7 Millionen Euro. Eine konkrete zeitliche Perspektive hierfür gibt es aber noch nicht.

Der Bauausschuss in den Lehrwerkstätten der Berufsschule vor einer der beiden neu angeschafften CNC-Maschinen Mit Freude hat der Rektor der Berufsschule, Rainer Stelzig, die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Berufsschule zur Kenntnis genommen. Auf dem Dach der Lehrwerkstatt sorgt eine Photovoltaik-Anlage seit Jahresanfang nicht nur für eine Beschattung der Oberlichter, sondern bringt dem Landkreis auch eine ordentliche Einspeisevergütung für Solarstrom. Binnen neuneinhalb Jahren soll sich die Anlage amortisiert haben. Das Gebäude wird aber auch im Inneren umfangreich saniert. „Dringend notwendig“ sei das gewesen, erklärte Stelzig, dessen Schüler und Lehrer die Belastungen der Bauarbeiten klaglos schulterten. Unter anderem wurde ein neuer Boden gelegt, auf dem nun zwei neue CNC-Maschinen für rund 305000 Euro Platz finden. Geplant sind auch Umbaumaßnahmen im Obergeschoss der Lehrwerkstatt, die aufgrund der Bildung des Kompetenzzentrums für die Bereiche IT-Berufe, Industriemechaniker, Metallbauer, Zerspanungsmechaniker und Feinwerkmechaniker am Standort Obernburg notwendig sind. Diese Bauarbeiten können vom Freistaat gefördert werden. 2009 wurden bereits 1,1 Millionen Euro investiert, auch in diesem Jahr sind 1,1 Millionen Euro vorgesehen. Bereits Ende 2009 wurde mit der energetischen Sanierung der Lehrwerkstätten im Rahmen des Konjunkturpakets II begonnen, die Arbeiten im Bauteil II sollen noch in diesem Jahr vollendet werden. 850000 Euro sind hierfür im Haushalt 2010 angesetzt, 2011 werden voraussichtlich noch 200000 Euro benötigt.

Die neu gestaltete Aula der Berufsschule - oben zu sehen die formschöne Deckenbeleuchtung, im Hintergrund die geschwungene Glasfassade des neuen IT-Raums.Auf einhelliges Lob der Kreisräte stießen die bereits vollendeten Arbeiten im Zentralbau der Berufsschule. Was aus der ehemaligen Bibliothek und der Aula geworden ist, kann sich wahrlich sehen lassen. Geschwungene Lichtbänder in der Decke sorgen für eine angemessene Beleuchtung, der multifunktionale IT-Raum hat eine geschwungene Glasfront und ist damit ein echter „Hingucker“. In der Aula sind mehrere Stufenanlagen weggefallen, so dass eine größere Grundfläche entstand. Auch energetische Defizite wurden behoben, so dass der Energieverbrauch um rund 900 Liter Heizöl pro Jahr gesenkt werden konnte. Binnen fünf Monaten wurde der Bau bei laufendem Schulbetrieb vollendet – 930000 Euro zuzüglich Nebenkosten wurden in das neue Kompetenzzentrum investiert.

Zu Beginn der Fahrt hatte der Bauausschuss die Ortsdurchfahrt von Weckbach besichtigt, die aufgrund ihres schlechten Fahrbahnzustands vom Landkreis ausgebaut wird. Der Markt Weilbach übernimmt dabei Planung, Bauleitung und Ausführung gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt. Auf 610 Metern Länge wird ausgebaut, die Fahrbahn ist durchschnittlich 5,50 Meter breit. Darüber hinaus legt der Markt Weilbach einen einseitigen Gehweg an. Im Zusammenhang mit dem Straßenausbau wird die Gönzbachbrücke erneuert, die Kirchenmauer wird saniert. Die Gesamtkosten für Kreis und Gemeinde liegen bei knapp über einer Million Euro, zwischen Mai und Oktober 2010 soll gebaut werden.

Besichtigt wurde auch das sanierte Ämtergebäude des Landratsamts im Fährweg 35 in Miltenberg. Dazu gehörten die Erstellung eines behindertengerechten Zugangs mit Überdachung und Rampe, die Sanierung der Wände, Decken, Türen und Böden in Foyer, Wartebereich und Treppenhaus, der Einbau einer neuen Beleuchtung, die Sanierung der Sanitäranlagen und der Einbau eines Behinderten-WC`s im Erdgeschoss. Auch ein Putzraum sowie eine kleine Teeküche wurden eingebaut. Die Arbeiten wurden mittlerweile abgeschlossen, die Kosten beliefen sich auf 163000 Euro.

 

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